Schwangere gehören damit zusammen mit Neugeborenen und Kleinkindern, Senioren oder chronisch Kranken zu den durch den Klimawandel und seine gesundheitlichen Folgen besonders gefährdeten Gruppen. Hitzestress als Gesundheitsrisiko, davor warnt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Hitzestress wirkt sich auf das Herz aus, so Dr. Florian Rakers vom Uniklinikum Jena. „Das fängt an, arrhythmisch zu schlagen. Es bilden sich Blutgerinnsel und die können dann einen Schlaganfall auslösen.“ Die WHO rechnet aufgrund der Klimaentwicklung ab 2030 mit 250.000 Hitzetoten pro Jahr. Extreme Temperaturschwankungen können zudem das Schlaganfallrisiko steigern. Vor allem die Städte seien betroffen.

Und dabei nicht nur die heißen Tage selbst, sondern auch die Zeit danach, wenn die Temperaturen wieder deutlich fallen. Dann, so Untersuchungen der Mediziner an der Uniklinik Jena, gibt es regelrechtes Schlaganfallwetter. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes und erhöhten Blutfettwerten sind besonders betroffen. „Extreme Ausreißer der optimalen Temperatur nach beiden Seiten können für unsere Patient:innen in der Kardiologie gefährlich werden“, bekräftigt auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Kardiologie am UKL. Sind solche Vorerkrankungen bekannt, lässt sich die Gefahr für betroffene Patienten aber voraussagen, so Dr. Rakers.